Durchfallerkrankungen mit Sport vorbeugen

Viele Menschen meinen, Durchfall bekäme man von zu viel Bier, falschem Essen, einem Darmvirus oder durch einen mittlerweile unverträglich gewordenen Nahrungsmittelbestandteil wie Laktose. Es können aber auch die Nerven sein, die einen Reizdarm verursachen.

 

Kann man Durchfallerkrankungen mit Sport vorbeugen?

Verdauungsprobleme sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Bewegungsmangel leider auch. Durchfall und Verstopfung kann man sehr wohl mit mehr Sport beikommen, wenigstens zum Teil. Moderate und regelmäßige Bewegung hält nämlich auch den Darm fit.

Isst man dann noch gesund, vitalstoffreich und ballaststoffhaltig, hat man bereits den ersten Schritt zur Darmgesundheit getan. Stress und Nervosität, die häufig Verursacher für Durchfälle sind, bauen sich durch Sport viel leichter ab. Da regelmäßig ausgeführter Sport auch positive Auswirkungen auf die Darmperistaltik hat, ist viel Bewegung an der frischen Luft angeraten. Man kann ersatzweise schwimmen oder tanzen gehen, Skifahren oder Rodeln. Die wichtigste Durchfallprophylaxe ist die Ernährung. Diese sollte auf alles verzichten, was dem Darm schadet.

Statt stark verarbeiteter Industrienahrung, die mit Zucker, Süßstoffen und Fetten schmackhaft gemacht wird, sind natürliche Nahrungsmittel vorzuziehen. Insbesondere Süßstoffe haben – im Übermaß genossen – ein hohes Potenzial, Durchfall zu verursachen. Sie wirken nämlich abführend. Ähnliches gilt für unreifes Obst oder bestimmte Obstsorten, die man in Kombination mit Flüssigkeit genießt. Nach einer Schale Weintrauben ein Glas Mineralwasser zu genießen, kann fatale Folgen zeitigen. Auch sollte man bei Verstopfung keine künstliche Darmanregung über Medikamente und natürliche Abführmittel in Erwägung ziehen, sondern sich lieber Walkingstöcke oder einen Schwimmanzug kaufen.

 

Ballaststoffe als Darmretter?

Ohne natürliche Ballaststoffe kann der Organismus nicht ausreichend entgiften. Die Darmperistaltik schläft ein, wenn man dem Darm nur Weißmehlprodukte und Fastfood zuführt. Noch schlimmer sind Fette, weil sie schwer verdaulich sind. Isst man dann auch noch, wenn man gestresst ist, hat man bereits einiges für einen Reizdarm getan.

Hastig eingenommene Imbissmahlzeiten rächen sich später am Tage. Besser wäre eine erholsame Mittagspause mit ausgedehntem Spaziergang, einer Schnitte Vollkornbrot und einem Apfel als Proviant gewesen. Stressentlastung durch Bewegung ist eine gute Durchfallprophylaxe. Wettbewerbe können aber für Läufer auch erhöhten Stress bedeuten und zu nervös bedingten Durchfallproblemen führen. Um Durchfall in Training und Wettkampf vorzubeugen, richten Sie Ihre Ernährung auf die Bedürfnisse des Darmes aus. Wenn Sie feststellen, dass Kaffee, Joghurt oder zu viele Ballaststoffe Ihnen Probleme bereiten, ändern Sie Ihr Essverhalten vor Wettkämpfen.

Bevorzugen Sie verträgliche und leicht verdauliche Nahrung, die Ihrem Energiehaushalt gut tut.

Tipp: unter fitbleiben.net finden Sie aktuelle Informationen über geeignete Nahrung für Sportler und Menschen, die es werden wollen.

Die so genannte Läuferdiarrhoe

Interessanterweise kann Sport auch Durchfall verursachen. Vor allem bei Läufern geschieht das häufig. Jeder dritte Läufer hat bereits damit Bekanntschaft gemacht. Warum es ausgerechnet Läufer häufig trifft, weiß man nicht – vielleicht nur, weil sie auf der Langstrecke solche Probleme überhaupt nicht brauchen können und sich deswegen besonders unter Stress setzen.

Andere Ursachen sind eine unerkannte Laktoseintoleranz, eine zu ballaststoffhaltige Mahlzeit, die unmittelbar vor dem Wettkampf eingenommen wird, oder ein nervös bedingter Reizdarm. Möglicherweise mag der Darm es aber auch nicht, stundenlang hin und her geschüttelt zu werden. Abführende Wirkung können auch hoch dosierte Vitamin- und Magnesiumpräparate haben.