So helfen Mineralstoffe bei chronischem Durchfall

Von chronischem Durchfall wird gesprochen, wenn die typischen Symptome länger als einen Monat anhalten. Die Behandlung von Durchfall richtet sich nach den Ursachen. Mögliche Ursachen sind Reizdarm, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Gluten-Unverträglichkeit, entzündliche Darmerkrankungen oder sogar Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Dementsprechend muss erst eine Diagnose durchgeführt werden. Diese Diagnose sollte durch einen Arzt erfolgen. Dabei wird vom Arzt zunächst eine Stuhlprobe auf Bakterien untersucht. Ebenfalls nicht ungewöhnlich, ist die Durchführung eines Bluttests oder einer Darmspiegelung, die jedoch bei einem Spezialisten durchgeführt wird.

Die Darmspiegelung kommt meist nur dann zum Einsatz, wenn der Arzt Symptome abklären möchte oder  sich Blut im Stuhl befindet. Bei einer Darmspiegelung wird das Innere des Darms mit einem dünnen Glasfaserschlauch, der am Ende eine Linse hat, untersucht. Dadurch kann der Arzt zum Beispiel Polypen oder Darmdivertikel erkennen und behandeln. Gerade bei chronischem Durchfall ist es sehr wichtig, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und die verlorenen Elektrolyte und Mineralstoffe wieder zu ersetzen. Darum sollte man darauf achten, möglichst feste Kost zu sich zu nehmen.

Hausmittel und Medikamente aus der Apotheke

Ein bewährtes Hausmittel bei Durchfallerkrankungen ist der Verzehr von Cola und Salzstangen. Grundsätzlich hat diese natürliche Heilmethode noch Gültigkeit, denn durch diese Kombination an Nahrungsmitteln erhält der Körper sowohl Salze als auch Zucker. Bei Kindern jedoch ist davon abzuraten, da der hohe Zuckeranteil Karies verursacht und zu Übergewicht führen kann. Andere Hausmittel gegen Durchfall sind zum Beispiel geriebene Äpfel oder zerdrückte Bananen, da diese Früchte Pektine enthalten.

Diese Pektine (Ballaststoffe) quellen zunächst im Darm auf und saugen dann das überschüssige Wasser im Darminhalt auf. Wenn Äpfel bevorzugt werden, dann sollten diese geraspelt und solange an der Luft stehen gelassen werden, bis sie braun geworden sind. Anschließend kann der Brei langsam zu sich genommen werden. Ist der Appetit durch den Durchfall gemindert, kann auch Heidelbeertee getrunken werden. Die in der Heidelbeere enthaltenen Gerbstoffe, hemmen die Entzündungen und wirken dämpfend auf die Muskeltätigkeit des Magens.

Eine typische Behandlung bei Durchfall besteht in der Gabe eines fertig gemischten Elektrolytpulvers, das man in Wasser auflöst. Der Arzt verschreibt es oder man kauft es rezeptfrei in der Apotheke. Eine Elektrolyt-Mischung kann auch selbst hergestellt werden. Für eine ideale Elektrolyt-Lösung sollten 2,5 Gramm Speisesoda, 1,5 Gramm Kaliumchlorid, 3,5 Gramm Kochsalz und 20 Gramm Traubenzucker auf einen Liter Wasser gegeben werden. Alle Zutaten sind in der Apotheke erhältlich. Andere Medikamente dienen dazu, die Darmbewegung zu hemmen und regulieren auf diese Weise die Schleimhaut Sekretion im Darm.

Bei älteren Menschen und Kindern kann der starke Elektrolytverlust zu einer lebensgefährlichen Austrocknung des Körpers führen, sodass ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird.

Mineralstoffe sind unentbehrlich für die Gesundheit

Die Mineralstoffe Magnesium, Kalzium, Phosphor, Kalium und Natrium sind lebenswichtig. Sie regulieren den Wasser- und Elektrolythaushalt im Körper, sind für die Nervenfunktion verantwortlich und regulieren viele Prozesse in der Muskulatur und den Zellen. Schon in sehr geringen Mengen steuern sie als Spurenelemente die Wirkungsweise von Enzymen. Auf http://www.amitamin.com/mineralstoffe/ finden Sie genaue Beschreibungen der Wirkungsweise der wichtigsten Mineralien im menschlichen Körper. Bei einer Durchfallerkrankung werden zu viele dieser Mineralien ausgeschieden, sodass man sie wieder ersetzen muss. Da man in der Regel nach einer Durchfallerkrankung mehrere Tage keine feste Nahrung zu sich nehmen kann, ist die Gabe von Elektrolyt-Präparaten sehr wichtig.

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